Glossar

ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist durch drei Kernmerkmale gekennzeichnet: Unaufmerksamkeit (=Unkonzentriertheit, Ablenkbarkeit, aber auch Verträumtheit), Hyperaktivität (=motorische Unruhe und Überaktivität) und Impulsivität (=innere Impulse nicht hemmen können, vorschnelles Handeln, nicht abwarten können). ADHS tritt seit der Kindheit auf, kann aber auch im Jugend- und Erwachsenenalter fortbestehen mit häufigem Rückgang der motorischen Hyperaktivität. Liegt nur eine Beeinträchtigung in der Aufmerksamkeit vor, ohne dass hyperaktiv-impulsive Symptome bestehen, wird auch von ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) bzw. von einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität gesprochen.

Anamnese

Die Anamnese bezeichnet in der Medizin das Erfassen der Krankheitsvorgeschichte. Im Falle einer Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung wird bspw. mit den Eltern (und je nach Alter auch dem Kind/Jugendlichen) u.a. darüber gesprochen, ob es Auffälligkeiten in der Entwicklung gab, wann erste Schwierigkeiten im betroffenen Bereich auftraten und wie die Schullaufbahn bisher verlief.

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist durch drei Kernmerkmale gekennzeichnet: Unaufmerksamkeit (=Unkonzentriertheit, Ablenkbarkeit, aber auch Verträumtheit), Hyperaktivität (=motorische Unruhe und Überaktivität) und Impulsivität (=innere Impulse nicht hemmen können, vorschnelles Handeln, nicht abwarten können). ADHS tritt seit der Kindheit auf, kann aber auch im Jugend- und Erwachsenenalter fortbestehen mit häufigem Rückgang der motorischen Hyperaktivität. Liegt nur eine Beeinträchtigung in der Aufmerksamkeit vor, ohne dass hyperaktiv-impulsive Symptome bestehen, wird auch von ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) bzw. von einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität gesprochen.

Aufmerksamkeitsstörung

Bei der Aufmerksamkeitsstörung handelt es sich um einen Subtyp der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Im Unterschied zu ADHS ist die Aufmerksamkeitsstörung jedoch nicht mit Hyperaktivität und Impulsivität verbunden. Betroffene Kinder wirken oft verträumt, sind leicht ablenkbar und weniger ausdauernd im konzentrierten Arbeiten.

Basiskompetenzen

Als Vorläuferfertigkeiten oder Basiskompetenzen werden diejenigen Fertigkeiten bezeichnet, die ein Kind bereits bei der Einschulung mitbringt und die eine wichtige Grundlage für den Schriftsprach- und Rechenerwerb darstellen. So stellt beispielsweise die phonologische Bewusstheit eine wichtige Vorläuferfertigkeit für den Schriftspracherwerb dar, und das Zählen eine wichtige Vorläuferfertigkeit für den Rechenerwerb.

Bilingualität

Erlernt ein Kind innerhalb der ersten drei Lebensjahre zwei oder mehr Sprachen (in Grundzügen), so nennt man dies Bilingualität oder auch doppelten Erstspracherwerb. Häufig kommt dies bei gemischtsprachigen oder binationalen Eltern vor oder wenn die Familiensprache eine andere als die Umgebungssprache ist. Bilingualität ist eine Form von Mehrsprachigkeit und ist abzugrenzen von Deutsch als Zweitsprache.

Binnendifferenzierung oder innere Differenzierung

Der Begriff Binnendifferenzierung bezieht sich auf Maßnahmen innerhalb des Unterrichts, mit denen Kinder mit unterschiedlichen Lernständen individuell gefördert werden sollen. Die individuelle Förderung wird umgesetzt, indem das Unterrichtsmaterial an den Kompetenz- bzw. Lernstand des Kindes angepasst wird. Dabei wird versucht, Kompetenzlücken schrittweise zu schließen. Der gewählte Schweregrad sollte dabei vom Kind gerade noch zu bewältigen sein, um Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Maßnahmen dieser Art sind bei Vorliegen einer Lernstörung wie Lese- Rechtschreibstörung oder Rechenstörung allerdings nicht ausreichend.

BVL

Der Bundesverband Legasthenie & Dyskalkulie e.V. (BVL) ist aus einer Elterninitiative entstanden und vertritt die Interessen von Menschen mit mit Lese- Rechtschreibstörung (Legasthenie) und Rechenstörung (Dyskalkulie). Der Verband leistet Öffentlichkeitsarbeit und bietet Informationen und Hilfe für betroffene Menschen.

Deutsch als Zweitsprache

Von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) spricht man, wenn die deutsche Sprache erst nach dem 3. Geburtstag erlernt wird, d. h. nachdem in der Regel bereits eine Erstsprache in Grundzügen erworben wurde. Der Erwerb erfolgt ungesteuert (also bspw. nicht im Rahmen eines Fremdsprachenunterrichts) in einer deutschsprachigen Umgebung. In der Regel wird in den Familien von Kindern mit DaZ nicht Deutsch gesprochen. DaZ ist eine Form von Mehrsprachigkeit und ist abzugrenzen von Bilingualität.

Diagnostik

Diagnostik verfolgt das Ziel, Merkmale von Personen gezielt zu erfassen und einzuordnen. Dazu werden Informationen gesammelt und verarbeitet. Anhand von vorab klar definierten Kriterien werden dann Diagnosen zugeschrieben. Bei der Diagnostik von Lernstörungen kommen Testverfahren zum Einsatz, die ein Abschätzen des erreichten Kompetenzniveaus im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen ermöglichen. Ein Kriterium für die Diagnose Lernstörung ist, dass ein unterdurchschnittliches Ergebnis im Leistungstest erzielt wird.

Eingliederungshilfe

Die Eingliederungshilfe soll Menschen mit besonderen Beeinträchtigungen, wie beispielsweise Lernstörungen, helfen, ein gleichberechtigtes und eigenständiges Leben zu führen und an der Gesellschaft teilhaben zu können. Benachteiligungen soll damit entgegengewirkt werden. Die Gewährung von Eingliederungshilfe wird durch das Sozialgesetzbuch und durch das Grundgesetz geregelt. Der Bedarf zur Eingliederungshilfe und der Umfang der Leistungen werden individuell geprüft. Für Informationen und Beratungen dazu ist das Jugendamt zuständig.

Entwicklungsmodell Lesen und Schreiben

Lesen und Schreiben setzen sich aus einem Bündel von Teilfertigkeiten zusammen. Der Erwerb einiger dieser Teilfertigkeiten beginnt bereits vor dem Schulbeginn (Vorläuferfertigkeiten) und durchläuft einen mehrstufigen Entwicklungsprozess. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Modelle, um diesen Entwicklungsprozess zu beschreiben, z. B. das Stufenmodell des Leseerwerbs nach Frith. Die Entwicklungsmodelle helfen dabei, den individuellen Entwicklungsstand eines Kindes einzuordnen und eignen sich als Grundlage für eine passende Förderung.

Entwicklungsmodell Rechnen

Rechnen ist eine komplexe geistige Tätigkeit, die sich aus verschiedenen Teilfertigkeiten zusammensetzt. Die basisnumerischen Kompetenzen entwickeln sich bereits im frühesten Kindesalter. Für die Entwicklung mathematischer Fertigkeiten liegen verschiedene Entwicklungsmodelle vor, z. B. das Entwicklungsmodell der Zahl-Größen-Verknüpfung (ZGV-Modell) von Krajewski. Die Entwicklungsmodelle helfen dabei, den individuellen Entwicklungsstand eines Kindes einzuordnen und können Grundlage für eine passende Förderung sein.

Evaluation

Evaluation bezeichnet die systematische Untersuchung einer Maßnahme mit dem Ziel einer Bewertung. Dabei werden nach wissenschaftlichen Standards Daten erhoben und ausgewertet. Auf diese Weise kann man etwa die Wirksamkeit eines Förderprogrammes für Kinder mit Lernschwierigkeiten bewerten.

FiL

Der Fachverband für integrative Lerntherapie e.V. (FiL) stellt eine berufsständische Vertretung der Lerntherapeut*innen (Dyslexie- und Dyskalkulietherapeut*innen) dar. Er setzt sich für eine qualitativ hochwertige Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lernstörungen ein. Zusätzlich arbeitet der Verband an der Weiterentwicklung der integrativen Lerntherapie.

Förderbezogene Diagnostik

Mit einer förderbezogenen oder förderrelevanten Diagnostik soll der konkrete Bedarf an individueller Förderung für ein Kind festgestellt werden. Dazu werden seine Stärken und Schwächen beschrieben und die bestmögliche Art und Weise der Förderung bestimmt.

Förderplan

Ein Förderplan ist ein schriftlicher Plan zur gezielten Förderung von Schüler*innen mit besonderen Lernschwierigkeiten. Im Mittelpunkt stehen das Kind und sein individueller Förderbedarf. Förderpläne sind das zentrale institutionelle Instrument für die innerschulische individuelle Förderung. Verantwortlich für die Erstellung von Förderplänen ist die Schule bzw. die Klassenlehrkraft. In den meisten Bundesländern wird empfohlen, die Beratungskompetenzen der Förderschule oder sonstiger sonderpädagogischer Einrichtungen mit einzubeziehen. In der Regel sollen Förderpläne halbjährlich im Voraus erstellt werden mit Aussagen zum aktuellen Entwicklungsstand des betroffenen Schulkindes und zum individuellen Förderbedarf. Dabei sind Maßnahmen festzulegen, begleitend zur Umsetzung zu dokumentieren und zu evaluieren. Auch die Eltern sollten über die Förderplanung informiert sein und gegebenenfalls in die Förderbegleitung einbezogen werden. Falls ein Kind zusätzlich zu der innerschulischen individuellen Förderung auch außerschulische Unterstützung bekommt (z. B. Lerntherapie), sollte es zu einer Abstimmung der Fördermaßnahmen mit dem/der Lerntherapeut*in kommen.

Graphem-Phonem-Zuordnung

Die Graphem-Phonem-Zuordnung, oder auch Buchstabe-Laut-Zuordnung, bezeichnet die Fähigkeit, zu einzelnen Buchstaben bzw. Buchstabengruppen (z.B. sch, ch) (Grapheme), die zugehörigen Laute (Phoneme) zuordnen zu können.

ICD-10

ICD-10 ist die Abkürzung für die 10. Revision der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“, welche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben wird. Darin werden alle körperlichen Krankheiten und psychischen Störungen mit evidenzbasierten Kriterien zur Diagnostik beschrieben. Jeder Eintrag wird mit einem Code versehen, der bei der Diagnostik angegeben wird. Der Code für die Lese- und Rechtschreibstörung lautet z. B. F81.0. Die 11. Version der ICD ist bereits am 1. Januar 2022 in Kraft getreten, hat aber die ICD-10 in der Praxis noch nicht abgelöst. Mit der Ablösung der ICD-10 durch ICD-11 ist erst in den nächsten Jahren zu rechnen. So hat es nach Inkrafttreten der ICD-10 noch 6 Jahre gedauert, bis sie in Deutschland angewendet wurde.

Integrative Lerntherapie

Die integrative Lerntherapie ist eine Therapie zur Behandlung von Lernstörungen. Geleitet durch einen Diagnose- und Therapieplan soll die Lernstörung und auftretende Begleiterscheinungen, wie seelische Belastungen, behandelt werden. Dabei steht die Entwicklung positiver Lernerfahrungen im Mittelpunkt. Durch einen neuen Zugang zur Schriftsprache und/oder Mathematik soll das Kind Selbstvertrauen in seine Fähigkeiten gewinnen.

Intelligenztest

Intelligenztests sind standardisierte und normierte Verfahren, mit denen die Intelligenz einer Person, d. h. ihre allgemeine mentale Leistungsfähigkeit, festgestellt werden kann. Das Maß der Intelligenz ist der Intelligenzquotienten (IQ). In der Normierung entspricht ein IQ-Wert von 100 dem Durchschnittswert (Mittelwert) der Testergebnisse der Normierungsstichprobe. Zum Durchschnittsbereich gehört ein Wertebereich von plus/minus 15 IQ-Punkten um diesen Durchschnittswert von 100: Somit werden Werte zwischen 85 und 115 als durchschnittlich bezeichnet. Ein überdurchschnittlicher IQ beginnt ab einem Wert von 115. Von „Hochbegabung“ spricht man ab IQ-Werten von 130. Unterdurchschnittlich sind Werte unter 85. Der unterdurchschnittliche Bereich zwischen 70 und 84 wird dem sonderpädagogischen Bedarf der „Lernhilfe“ zugeordnet. Eine Intelligenzminderung beginnt nach Definition der ICD-10 ab IQ-Werten unter 70.

Kombinierte Lernstörung

Die kombinierte Lernstörung wird in der ICD-10 als „kombinierte Störungen schulischer Fertigkeiten“ bezeichnet. Sie liegt vor, wenn in der Schriftsprache (Lesen und / oder Rechtschreiben) und im Rechnen eine Lernstörung besteht. Dieses gemeinsame Auftreten von Lernstörungen ist überzufällig häufig: In Studien haben 11 bis 70% der Personen, die eine Lernstörung in einem der beiden Lernbereiche haben, auch Probleme im jeweils anderen Lernbereich.

Komorbiditäten

Unter Komorbiditäten versteht man das gemeinsame bzw. gleichzeitige Auftreten mehrerer Störungen bei einer Person. Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Lernstörung treten überzufällig häufig weitere Störungen, so genannte Komorbiditäten, auf. Laut Studien sind ca. 50% der Kinder mit einer Lernstörung von einer komorbid auftretenden psychischen Störung (ADHS, Angststörung, depressive Episode, Störung des Sozialverhaltens) betroffen. Auch dann, wenn die psychischen Symptome nicht das vollständige Störungsbild nach ICD-10 erfüllen, können sie starke Auswirkungen auf die psycho-soziale Entwicklung haben. Auf Grund des häufigen Auftretens empfehlen die Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Lernstörungen, dass das Vorhandensein von psychischen Komorbiditäten bei der Diagnostik von Lernstörungen immer mit untersucht werden sollte. Liegen Komorbiditäten vor, ist die Prognose der Lernstörung schlechter und der Förderbedarf ist erhöht. Die Umsetzung der Lerntherapie muss bei bestehender Komorbidität angepasst werden: Liegt bspw. eine ADHS oder emotionale Störung vor, muss ein/e Lerntherapeut*in die psychische Symptomatik besonders beachten und die psychische Komorbidität im Behandlungsplan berücksichtigen, um erfolgreich mit dem Kind/Jugendlichen arbeiten zu können. Zudem sollte der Bedarf einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung geklärt werden.

Konsonant

In der deutschen Sprache unterscheidet man zwischen Konsonanten (Mitlauten) und Vokalen (Selbstlauten). Die meisten Sprachlaute im Deutschen sind Konsonanten. Ein Konsonant (z. B., p, t, k, b, d, g, m, n, l etc.), ist ein Sprachlaut, bei dessen Artikulation eine Verengung des Stimmtraktes erfolgt, sodass der Atemluftstrom ganz oder teilweise blockiert wird. Zu den Konsonanten zählen alle Laute außer den Vokalen (a, e, i, o, u, ä, ö, ü) und Diphtongen (au, äu, eu, ei, ai).

Leitlinien

In Deutschland werden Leitlinien mit Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Störungen herausgegeben, an denen sich alle Fachgebiete orientieren, die sich mit einem bestimmten Störungsbild befassen. Die Leitlinien sind evidenzbasiert, bauen also auf dem aktuellen Forschungsstand auf. Dabei werden unterschiedlich strenge Anforderungen an die Studien gestellt, um berücksichtigt zu werden. Die sogenannten „S3-Leitlinien“ stellen die Leitlinien mit den höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen dar. Hier lassen sich die aktuellen S3-Leitlinien für die Lernstörungen abrufen: S3 Leitlinie Lese-Rechtschreibstörung S3-Leitlinie Rechenstörung

Lernschwierigkeiten

Lernschwierigkeiten umfassen alle Schwierigkeiten beim Erwerb schulischer Kompetenzen, unabhängig von Dauer und Intensität. Unter besonderen Lernschwierigkeiten werden solche verstanden, die trotz der üblichen schulischen Maßnahmen zur individuellen Förderung langanhaltend sind. Sie werden von den Lehrkräften festgestellt.

Lernstörungen

Lernstörungen werden in der ICD-10 der WHO als „umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten“ bezeichnet. Es handelt sich um Schwierigkeiten, das Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen zu erlernen, während die allgemeine Lernfähigkeit (Intelligenz) nicht beeinträchtigt ist. Lernstörungen können nur von entsprechend ausgebildeten Expert*innen diagnostiziert werden (z. B. aus den Bereichen Schulpsychologie, Sonderpädagogik, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie).

Lerntherapie

Eine Lerntherapie kann als außerschulische Maßnahme sinnvoll sein, um schulische Förderung zu ergänzen. Vor allem Kinder mit einer Lernstörung bzw. einer umschriebenen Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten profitieren oftmals von einer Lerntherapie. In der Therapie werden auch individuelle Strategien entwickelt, um mit den Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten oder Rechenschwierigkeiten umzugehen. Lerntherapien werden idealerweise von Lerntherapeut*innen mit entsprechend zertifizierter Qualifikation angeboten, allerdings ist die Bezeichnung „Lerntherapeut*in“ nicht geschützt.

Lernverlaufsdiagnostik

Unter Lernverlaufsdiagnostik versteht man eine regelmäßige standardisierte Überprüfung des erreichten Lernstandes von Kindern mit einem Verfahren, das man wiederholt anwendet und somit die Ergebnisse miteinander vergleichen kann. Sie dient der Untersuchung der Lernfortschritte von Kindern. Lehrkräfte können aus den Ergebnissen Rückschlüsse über die Wirksamkeit ihrer durchgeführten Fördermaßnahmen ziehen und diese ggf. anpassen. Um den Aufwand zu begrenzen werden meist kurze Testverfahren eingesetzt.

Lese- und Rechtschreibstörung

Eine Lesestörung und eine Rechtschreibstörung treten häufig gemeinsam auf. In diesem Fall spricht man von einer Lese- und Rechtschreibstörung.

Lesestörung

Liegen anhaltende und ausgeprägte Schwierigkeiten nur im Erlernen des Lesens vor, aber nicht im Rechtschreiben oder Rechnen, wird dies als isolierte Lesestörung bezeichnet. Kernmerkmal einer Lesestörung ist eine deutlich herabgesetzte Lesegeschwindigkeit, die meist bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Zu Beginn des Leseerwerbs äußert sich die Lesestörung oft auch durch viele Fehler beim lauten Vorlesen. Brei einigen Kindern ist auch das Leseverständnis beeinträchtigt, was sich z. B. auch beim Lesen von Textaufgaben oder Sachtexten zeigt.

Mathematikangst

Die Mathematikangst ist gekennzeichnet durch Gefühle der Angst und Anspannung in Bezug auf die Handhabung von Zahlen und das Lösen von mathematischen Problemen. Sie tritt sowohl bei Schulaufgaben, als auch bei alltäglichen Aufgaben auf.

Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit ist die Fähigkeit, mehr als eine Sprache zu sprechen und/oder zu verstehen. Es gibt verschiedene Formen von Mehrsprachigkeit, z.B. Bilingualität oder Zweitspracherwerb und Fremdspracherwerb.

Migrationshintergrund

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde (Statistisches Bundesamt Destatis, 2021). Der Migrationshintergrund sagt nichts über den Spracherwerbshintergrund einer Person aus.

Multiaxiales Klassifikationsschema

Das multiaxiale Klassifikationsschema (MAS) für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters ist eine Erweiterung der ICD-10. Auf sechs Achsen wird ein umfassendes Bild des Kindes/Jugendlichen möglich. Die erste Achse umfasst dabei die psychische Störung, die zweite bezieht sich auf umschriebene Entwicklungsrückstände, wozu auch die umschriebenen Entwicklungsstörungen der schulischen Fertigkeiten zählen, die dritte Achse beschreibt das Intelligenzniveau, die vierte Achse die körperliche Symptomatik, die fünfte Achse psychosoziale Umstände und die sechste Achse beschreibt das allgemeine Funktionsniveau, das möglicherweise durch vorliegende Auffälligkeiten auf Achse 1 bis 5 beeinträchtigt sein kann.

Nachteilsausgleich

Ein Nachteilsausgleich soll jene Nachteile ausgleichen, die für Schüler*innen aufgrund einer Lernstörung in Lern- und Leistungssituationen bestehen. Die ausgleichenden Maßnahmen können in Prüfungs- und Leistungssituationen sowie in Lernsituationen angewendet werden. Sie umfassen methodisch-didaktische Hilfen (z. B. Vergrößerungskopien, Strukturierung des Arbeitsmaterials), technische Hilfsmittel (z. B. Verwendung von Diktiergerät oder Computer) und besondere Bedingungen der Leistungserbringung. Dabei können je nach Bedarf des Kindes verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise eine längere Bearbeitungszeit oder eine stärkere Gewichtung der mündlichen Note, umgesetzt werden. Der Einsatz des Nachteilsausgleichs bedarf in der Regel der Zustimmung der Klassenkonferenz und Schulleitung.

Normierung

Die Normierung eines Tests ermöglicht es, Testergebnisse einer Person anhand von Vergleichswerten einzuordnen. Dazu wird der Test nach seiner Entwicklung an sehr vielen Hundert oder Tausend Menschen durchgeführt, die eine relevante Vergleichsgruppe darstellen. Bei den Lernstörungen ist hier v.a. der Vergleich mit Kindern bzw. Jugendlichen der gleichen Klassenstufe wichtig. Anhand einer solchen Normstichprobe wird die durchschnittliche Leistung in dem Test ermittelt (Mittelwert) ermittelt, sowie die Werte für unterdurchschnittliche und überdurchschnittliche Leistungen. Mit den Ergebnissen dieser großen Vergleichsgruppe kann das individuelle Testergebnis einer Person verglichen werden. Dadurch ist es möglich einzuschätzen, ob das Ergebnis im Durchschnittsbereich, darüber oder darunter liegt.

Notenschutz

Unter Notenschutz versteht man das Aussetzen der Benotung in einem Fach, indem Schüler*innen aufgrund ihrer Lernstörung kein ausreichendes Leistungsniveau erzielen können. Die Anwendung des Notenschutzes unterliegt strengen Auflagen Und wird im Schulzeugnis vermerkt. So ist für das Gewähren von Notenschutz die Diagnose einer umschriebenen Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten in vielen Bundesländern grundlegende Voraussetzung. In einigen Bundesländern wird der Einsatz des Notenschutzes in der Sekundarstufe II ausgeschlossen. Maßnahmen des Notenschutzes müssen von der Schulleitung genehmigt werden, in den meisten Bundesländern zusätzlich durch die zuständige Schulaufsichtsbehörde.

Objektivität

Wenn ein diagnostisches Testverfahren in seiner Durchführung und Auswertung nicht beeinflusst wird durch die Person, die den Test anwendet, ist der Test objektiv. Um ein Testverfahren objektiv zu gestalten, werden genaue Vorgaben zur Durchführung (z.B. exakte Vorgabe der Testinstruktion) und Auswertung gemacht.

Paragraph 35a SGB VIII

Bei Paragraph 35a SGB VIII handelt es sich um ein Gesetz zur Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche (1) mit seelischer Behinderung und (2) drohender oder bestehender Beeinträchtigung der gesellschaftlichen Teilhabe. Festgelegt wird in diesem Paragraphen, unter welchen Voraussetzungen Kinder und Jugendliche ein Recht auf Eingliederungshilfe haben und in welchen Formen die Hilfe stattfinden kann. Das Gesetz ermöglicht es auch Kindern mit Lernstörungen eine Eingliederungshilfe in Form der Kostenübernahme für eine Lerntherapie über die Jugendhilfe zu erhalten, wenn nachgewiesen werden kann, dass durch die Lernstörung die Bedingungen des Paragraphen erfüllt werden (was nicht zwingend allein durch das Vorliegen einer Lernstörung erfüllt ist).

Phonologie

Die Phonologie ist die Wissenschaft, die sich mit der Verwendung von Lauten in der Sprache beschäftigt. Sie beschäftigt sich damit wie die menschliche Fähigkeit Laute zu bilden in den verschiedenen Sprachen genutzt wird.

Phonologische Bewusstheit

Die phonologische Bewusstheit bezeichnet die Fähigkeit, einzelne Segmente der gesprochenen Sprache zu erkennen und diese zu manipulieren. Man unterscheidet dabei zwischen der phonologischen Bewusstheit im weiteren Sinne, die das Erkennen größerer Spracheinheiten wie Silben und Reime beschreibt, und der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne, die das Erkennen der kleinsten bedeutungs­unterscheidenden sprachlichen Einheiten, also der einzelnen Laute (Phoneme), beschreibt. Typische Aufgaben der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne sind zum Beispiel das Erkennen oder das Auslassen von Anlauten (z. B. „Was hörst du am Anfang von Ball?“, „Was bleibt übrig wenn du bei Ball das /b/ weglässt?“). Aufgrund der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb, finden sich Aufgaben zur Erhebung und Übung der phonologischen Bewusstheit in vielen Testverfahren und Förderprogrammen.

Prozentrang

Ergebnisse von Schulleistungstests können durch unterschiedliche Vergleichsmaße eingeordnet werden, wie z. B. durch einen Prozentrang. Der Prozentrang hat einen Wertebereich von 0 bis 100. Er gibt an, wie viele Kinder der Normierungs- oder Vergleichsstichprobe des Tests ein Ergebnis erreichen, das niedriger oder genauso hoch ist, wie das Ergebnis eines getesteten Kindes. Erreicht z. B. ein getestetes Kind im Rechentest einen Prozentrang von 70, heißt das, dass 70% der Kinder der Normierungsstichprobe genauso gut oder schlechter abschneiden als das getestete Kind. 30% der Kinder der Normierungsstichprobe waren vergleichsweise besser. Erreicht ein Kind in einem Lesetest einen Prozentrang unter 16, dann kann die Leistung als unterdurchschnittlich interpretiert werden.

Pseudowort (Fantasiewort)

Als Pseudowort oder Fantasiewort bezeichnet man ein Wort, dessen Buchstabenfolge zwar den Regeln der deutschen Orthografie entspricht, das aber keine Bedeutung hat, d.h. dessen Schreibweise oder Aussprache keinem existierenden Schrift- oder Sprechwort entspricht. Ein Pseudowort könnte zum Beispiel so aussehen: „Behl“.

Rechenstörung

Eine Rechenstörung bezeichnet ausgeprägte, kontinuierliche Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens. Sie betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Umgang mit Zahlen, Mengen, Grundrechenarten und weniger höhere mathematische Fertigkeiten, wie Trigonometrie oder Differential- und Integralrechnung.

Rechtschreibstörung

Anhaltende und ausgeprägte Schwierigkeiten im Erlernen des Rechtschreibens werden als Rechtschreibstörung bezeichnet. Die Rechtschreibstörung zeigt sich vor allem durch eine Vielzahl von Rechtschreibfehlern. Zu Beginn des Rechtschreiberwerbs produzieren Kinder mit Rechtschreibschwierigkeiten oft noch viele nicht lauttreue Schreibungen, d.h. nicht jeder Laut eines Wortes wird verschriftlicht (z.B. Garen statt Garten oder Some statt Sonne). Später sind nicht lauttreue Schreibungen auch bei Personen mit Rechtschreibstörung eher selten, so dass Falschschreibungen meist lauttreu aber orthografisch falsch sind (z.B. Boht statt Boot oder Heuser statt Häuser). Teilweise schreiben Betroffene dasselbe Wort in einem Text mehrfach unterschiedlich falsch (= Fehlerinkonsistenz).

Reliabilität

Die Reliabilität gibt Auskunft über die Zuverlässigkeit und Genauigkeit eines Testverfahrens. Ein Schulleistungstest ist umso zuverlässiger oder reliabler, je weniger Fehler bei der Messung auftreten. Es gibt verschiedene Formen der Reliabilität. Zum Beispiel besagt die Retest-Reliabilität, dass ein Test bei mehrfacher Messung zum gleichen Ergebnis kommt.

Rohwert

Bei Schulleistungstests entspricht der Rohwert der Punktanzahl aller richtig gelösten Testaufgaben. Dieser Rohwert gibt allein noch keine Auskunft darüber, wie die erreichte Punktanzahl einzuordnen ist. Daher wird ein Vergleichsmaßstab benötigt. Dazu dient üblicherweise der Vergleich mit Rohwerten aus einer Vergleichsstichprobe (siehe Normierung). Erreicht z. B. ein Kind im Schulleistungstest einen Rohwert von 80 sagt das noch nichts aus, solange nicht bekannt ist, wie viele Aufgaben Kinder der gleichen Alters- oder Klassenstufe normalerweise lösen. So könnte es z. B. „normal“ sein, dass Kinder einer Klassenstufe einen Rohwert von 80 im Lesetest erzielen. Vor diesem Hintergrund wäre der Testrohwert von 100 eine vergleichsweise gute Leistung.

Schulangst

Die Schul- und Leistungsangst umfasst verschiedene Ängste, die mit dem Schulbesuch in Verbindung stehen. Diese Ängste können sich auf Bedingungen, Personen oder bestimmte Situationen beziehen, die mit dem Schulbesuch einhergehen. Die Leistungsangst beschreibt hierbei im speziellen die Angst vor leistungsgezogenen Aspekten des Schulbesuches, wie z. B. Abfragen und Klausuren.

Schulleistungstests

Schulleistungstests sind Testverfahren mit engem Bezug zu den Lehrplänen bzw. Bildungsstandards eines Schulfaches. Damit sollen die individuell erreichten Ergebnisse von Lernprozessen überprüft und eingeordnet werden. Sehr häufig kommen Schulleistungstests für Deutsch (Lesen und Schreiben) sowie für Mathematik (Rechnen) zum Einsatz.

Schulpsychologischer Dienst

Der Schulpsychologische Dienst bietet Unterstützung für Schulen, Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen bei vielfältigen Fragestellungen. Dies umfasst auch die Beratung und Hilfe bei Lernschwierigkeiten. Die Beratung ist freiwillig, vertraulich und kostenfrei.

Screening

Unter Screening versteht man ein ökonomisch einsetzbares, standardisiertes und normiertes Diagnoseverfahren zur Erfassung von Personenmerkmalen. Im Bereich der Lernstörungen sind Screenings zur Abschätzung des allgemeinen Leistungsstandes in den Bereichen Lesen, Rechtschreiben und Rechnen verbreitet. Screenings haben den Vorteil der zeitsparenden Durchführung. Sie liefern allerdings nur einen ersten Hinweis, ob bei Schüler*innen ein gravierendes Defizit im erfassten Merkmalsbereich vorliegt. Ein Screening ersetzt nicht die ausführliche Diagnostik, etwa bei Verdacht auf Vorliegen einer Lernstörung.

Selbstwert

Als Selbstwert bezeichnet man die Einschätzung der eigenen Eigenschaften und Merkmale durch Selbstwahrnehmung und vergleichende Prozesse (kognitive Komponente des Selbstwertes). Eng damit verknüpft ist auch eine Bewertung des Bildes, das man von sich selbst hat, was mit Gefühlen wir Stolz und Scham einhergehen kann (affektive Komponente des Selbstwertes). Der Selbstwert einer Person hängt häufig mit dem psychischen Wohlbefinden zusammen.

Sozialpädiatrische Zentren

Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) sind Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche fachlich-medizinisch untersucht, betreut und ggf. ambulant behandelt werden. Sie bieten Hilfe und Unterstützung bei verschiedenen Krankheits- und Störungsbildern, die eine Beeinträchtigung der Entwicklung zur Folge haben können. Die Überweisung in ein Sozialpädiatrisches Zentrum erfolgt i.d.R. durch Ärzt*innen der Kinder- und Jugendmedizin. Bei Vorliegen von besonderen Lernschwierigkeiten kann unter anderem hier eine diagnostische Abklärung erfolgen.

Spracherwerbshintergrund

Zum Spracherwerbshintergrund zählen alle Merkmale des Spracherwerbs, wie z. B. ob und welche Sprache(n) ein Kind seit der Geburt erlernt hat, ab welchem Alter ggf. eine weitere Sprache erworben wurde und welche Sprache(n) in der Familie gesprochen wird/werden (vergleiche Mehrsprachigkeit, Bilingualität, Deutsch als Zweitsprache).

Sprachstandsdiagnostik

Bei einer Sprachstandsdiagnostik wird durch eine Fachperson (z.B. Logopäd*in, Psycholog*in) mit standardisierten Testverfahren der aktuelle Sprachentwicklungsstand (v.a. Wortschatz und Grammatik) eines Kindes festgestellt. In der Regel wird dabei der aktuelle Stand in der expressiven Sprache (Sprachproduktion) und in der rezeptiven Sprache (Verständnis und gesprochene Sprache) erfasst.

T-Wert

Ergebnisse von Schulleistungstests können durch unterschiedliche Normwerte angegeben werden. Ein häufig verwendeter Normwert ist der T-Wert. Der Mittelwert eines T-Wertes liegt bei 50 (siehe Grafikbeispiel), der Durchschnittsbereich liegt zwischen 40 und 60. Erreicht z. B. ein Kind in einem Lesetest einen T-Wert unter 40, dann kann die Leistung als unterdurchschnittlich interpretiert werden.

Testfairness

Ein Test misst „fair“, wenn Personen nicht aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten (Sprach-)Gruppe, über- oder unterschätzt werden. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob es zwischen den Gruppen echte Leistungsunterschiede gibt, sondern ob das Testverfahren im Falle gleicher Fähigkeiten zu den gleichen Ergebnissen führt.

Testverfahren

Um Merkmalsausprägungen (z. B. Schulleistungen, Intelligenz, Ängstlichkeit etc.) möglichst objektiv erfassen und beurteilen zu können, werden Testverfahren herangezogen. Die Durchführung, Auswertung und Ergebnisinterpretation erfolgen standardisiert, also in genau beschriebener Art und Weise. Durch eine Normierung kann das Ergebnis mit der Normstichprobe (z.B. einer großen Gruppe von Kindern der gleichen Klassenstufe) verglichen und interpretiert werden.

Validität

Ein Testverfahren ist dann valide oder gültig, wenn es tatsächlich das misst, was es vorgibt zu messen. So sollte ein Leseverständnistest das Leseverständnis erfassen und nicht etwas anderes, wie zum Beispiel die Lesegeschwindigkeit.

Vokal

Ein Vokal oder auch Selbstlaut ist ein Laut, bei dessen Aussprache die Luft ungehindert aus dem Mund entweichen kann. Zu den Vokalen zählen die Buchstaben a, e, i, o, u und die Umlaute ä, ö und ü. Vor und nach einem Vokal stehen meist Mitlaute, die Konsonanten.

Vorläuferfertigkeiten

Als Vorläuferfertigkeiten oder Basiskompetenzen werden diejenigen Fertigkeiten bezeichnet, die ein Kind bereits bei der Einschulung mitbringt und die eine wichtige Grundlage für den Schriftsprach- und Rechenerwerb darstellen. So stellt beispielsweise die phonologische Bewusstheit eine wichtige Vorläuferfertigkeit für den Schriftspracherwerb dar, und das Zählen eine wichtige Vorläuferfertigkeit für den Rechenerwerb.

WHO

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO) mit Sitz in Genf. Sie soll das Gesundheitswesen weltweit koordinieren, was beispielsweise bei Pandemien eine wichtige Funktion hat. Zudem ist das erklärte Ziel der WHO, die Gesundheit der Menschen weltweit zu fördern. Gesundheit im Sinne der WHO ist der Zustand eines vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit.