Oleksandr Pidvalnyi

Schule

Grundschule

  • In den meisten Bundesländern 4 Jahre Grundschullaufzeit
  • 1. & 2. Klasse kann bei Bedarf mehrmals wiederholt werden
  • Schafft die Bildungsgrundlagen (Lesen, Schreiben, Rechnen)

Montessori-Schule

  • Freiarbeit steht im Vordergrund (Kind entscheidet selbst, womit es sich wann beschäftigen will)
  • Während der Freiarbeit werden alle Klassenstufen zusammen unterrichtet
  • Eher sinnvoll für Kinder, die sich selbst strukturieren können, weniger für Kinder, die viel Struktur vorgegeben brauchen
  • Anschießend gebundener Unterricht in Fächern wie Mathe, Deutsch, Englisch, Sport, Musik, Kunst (dann nach Klassen sortiert)
  • Bis mindestens zur 4. Klasse keine Benotung, sondern Informative Beurteilungen
  • Soll die Kinder im Lernprozess individuell fördern
  • Mögliche Abschlüsse: Alle Abschlüsse können gemacht werden

Waldorfschule

  • Alle Schüler besuchen gemeinsam 12 Schuljahre, es gibt kein „Sitzenbleiben“
  • handwerkliche und künstlerische Fächer haben viel Raum
  • Keine Leistungsdiffernzierung in den ersten Jahren
  • Die ersten 8 Jahre nach Möglichkeiten der/die selbe Lehrer*in
  • Probleme bei Schulwechsel, da oftmals Fachrelevante Kenntnisse fehlen, dafür oftmals ausgeprägtere Fähigkeiten in Selbstorganisation und im Bereich Kreativer Lösungsansätze
  • Mögliche Abschlüsse: Alle Abschlüsse können theoretisch gemacht werden, Prüfungen müssen aber extern abgelegt werden

Förderschulen

  • Haben verschiedene Förderschwerpunkte
  • Neben dem regulären Lehrplan werden Förderschwerpunkt berücksichtigt
  • Meistens wird der Abschluss der Mittelschule angestrebt

Mittelschule/Hauptschule

  • Umfasst Jahrgangsstufe 5-9 oder 5-10
  • Fokus eher auf die berufsbezogenen Fächer Technik, Ernährung, Soziales sowie Wirtschaft und Kommunikation
  • Mögliche Abschlüsse:
    • Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule
    • Qualifizierter Abschluss
    • Mittlerer Schulabschluss

Realschule

  • Umfasst Jahrgangstufe 5-10
  • Inhalte sind sowohl theoretisch als auch berufsbezogen
  • Ab der 7. Klasse können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden:
    • Wirtschaftlicher Bereich
    • Zweite Fremdsprache
    • Musisch, gestaltend oder sozial
  • Mögliche Abschlüsse:
    • mittlerer Schulabschluss

Wirtschaftsschule (nur Bayern)

  • Schule soll Kaufmännische Nachwuchskräfte ausbilden
  • Berufsvorbereitende Schule
  • Vermittelt allgemeine Bildung sowie berufliche Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung
  • 3 Formen der Wirtschaftsschule:
    • Vierstufige Wirtschaftsschule mit Vorklasse (6.-10.Klasse)
    • Dreistufige Wirtschaftsschule (8.-10. Klasse)
    • Zweistufige Wirtschaftsschule (10.-11. Klasse)
  • Mögliche Abschlüsse:
    • Wirtschaftsschulabschluss, zählt als mittlerer Schulabschluss

Gymnasium

  • Vermittelt eine vertiefte Allgemeinbildung
  • Bereitet auf ein Studium bzw. anspruchsvolle Berufsausbildung vor
  • Umfasst jahrgangsstufe 5-12/13 (je nach Bundesland Wahlfreiheit ob G8 oder G9)
  • Mögliche Abschlüsse:
    • Ziel: allgemeine Hochschulreife, auf dem Weg dahin
      • Jahrgangsstufe 9: Hauptschulabschluss
      • Jahrgangsstufe 10: Mittlerer Schulabschluss

Fachoberschule (Bayern)

  • Baut auf den Mittleren Schulabschluss auf
  • Vermittelt allgemeine fachpraktische und fachtheoretische Bildung
  • Umfasst Jahrgangsstufe 11-12 für die Fachhochschulreife
  • Die 13. Klasse kann anschließend besucht werden, um die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen
  • Im 11. Schuljahr gehört zum Unterricht eine Fachpraktische Ausbildung (Praktika)

Privatschulen

  • Befinden sich nicht in öffentlicher Trägerschaft
  • Verschiedene Angebote auch für besondere Förderungen
  • Teilweise alternative Schulsysteme
  • Kosten variieren, aber eher teuer

Die Entscheidung darüber, wo Ihr Kind zur Schule geht, ist sehr persönlich und kann schwierig sein. Es ist normal, dass Eltern sich viele Gedanken machen, welche Entscheidung die richtige für ihr Kind ist.

Für manche Eltern ist die Entscheidung ganz einfach. Ihre Kinder gehen auf die örtliche öffentliche Schule. Andere Eltern möchten vielleicht weitersuchen, um Schulen zu finden, die besonders gut für ihr Kind passen, z.B. besondere Angebote für Kinder mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwierigkeiten haben

Bevor Sie sich auf die Suche nach einer Schule machen, sollten Sie sich eine Liste mit den Punkten machen, die Ihnen (und Ihrem Kind) bei der Wahl der Schule am wichtigsten sind. Denken Sie im Laufe des Schulauswahlverfahrens über diese Liste nach – vielleicht möchten Sie diese ergänzen oder überarbeiten, nachdem Sie mehr Informationen gesammelt haben.

Hier sind einige Punkte, die Sie berücksichtigen können:

  • Entfernung – Sind Sie bereit, Ihr Kind auf eine Schule zu schicken, die weit von zuhause entfernt ist, oder möchten sie lieber eine Schule wählen, die so nah wie möglich ist? Manche Schulen mit besonderen Fördermöglichkeiten können weiter weg liegen.
  • Spezifische Schule – Ist Ihnen eine bestimmte Art der Unterrichtung wichtig? Z.B. eine Schule für Kinder mit verschiedenen besonderen Bedürfnissen, Steiner oder Montessori?
  • Öffentlich oder privat – Kommt eine private Schule für Sie in Frage? Manche Privatschulen bieten besondere Förderungen
  • Kleine Klassen – Sind kleine Klassen für Sie wichtig? Kleine Klassen können sich positiv auf das Lernen der Kinder auswirken, da sie eine bessere individuelle Förderung ermöglichen. Die Lehrerqualität sowie die Arbeitsbedingungen für die Lehrer sind wichtiger.
  • Individualisierte Unterstützung bei Lernstörungen – Bietet die Schule eine intensivere oder häufigere Zusammenarbeit mit einem Lernbegleiter an, um die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes zu unterstützen?
  • Zusätzliche Betreuung – Benötigt Ihr Kind vor oder nach der Schule eine Betreuung und bietet die Schule dies an?
  • Allgemeine Unterstützung bei Lernstörungen – Wie geht die Schule mit dem Thema Lese-/Rechtschreib-/Rechenstörung um? Wie werden Nachteilsausgleich und Notenschutz gehandhabt? Auch wenn es in einigen Bundesländern Erlasse hierzu gibt, gibt es einen gewissen Handlungsspielraum. Dieser ist umso größer, wenn keine Erlasse bestehen, wie dies bei der Rechenstörung fast in allen Bundesländern der Fall ist.
  • Förderung – Welche Fördermöglichkeiten gibt es an der Schule für Kinder mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung? Wie spezifisch sind diese? Werden z.B. Kinder mit Lese-, Rechtschreib- und allgemeinen Sprachschwierigkeiten alle zusammen in einer Gruppe gefördert, ist die Förderung wenig effektiv. Wird die Förderung von einer spezifisch dafür weitergebildeten Fachkraft übernommen?
  • Hilfsmittel – Gibt es Geräte und Software, die Ihrem Kind das Lernen erleichtern, z. B. durch die Umwandlung von Text in Sprache, die Überprüfung der Rechtschreibung, die visuelle Darstellung von Informationen und so weiter?
  • Größe der Schule – Ist die Schule klein oder groß? Welche Größe ist für Ihr Kind am besten geeignet?
  • Zusatzangebote und außerschulische Aktivitäten – Welche Zusatzangebote (Sport, Kunst, Musik, Theater,…) bietet die Schule an, die Ihrem Kind Freude machen, es seine Stärken spüren lässt und so sein Selbstbewusstsein fördern?
  • Einbeziehung der Eltern – Welche Möglichkeiten gibt es für die Einbeziehung der Eltern und der Familie in die Schule, und wie wird die Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule gehandhabt?
  • Sprachen und Fächer – Welche Sprachen und Wahlfächer bietet die Schule an?

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